Programm im Sommersemester 2012:
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion
Dienstag, 24.04.2012, 19.00 Uhr, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg Buchpräsentation: Mitja Ferenc, Joachim Hösler (Hrsg.): Spurensuche in der Gottschee. Deutschsprachige Siedler in Slowenien. Potsdam: Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V. 2011. Begrüßung: Dr. Harald Roth, Deutsches Kulturforum östliches Europa Podiumsdiskussion: Interpretationen des Zweiten Weltkriegs in Slowenien Prof. Dr. Carl Bethke, Universität Tübingen Prof. Dr. Joachim Hösler, Universität Marburg a.d. Lahn Moderation: Dr. Sabine Rutar, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam Der Flyer für die Veranstaltung ist hier abrufbar. |
Vortrag
Prof. Dr. Rado Riha (Ljubljana):
"Slowenien heute - eine Phase politischer Orientierungslosigkeit?"
Montag, 07.05.2012, 19.00, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg
Beschreibung: In den späten 80er Jahren bildeten politische und gesellschaftliche Demokratisierungsprozesse in Slowenien einen festen Bestandteil der sog. „osteuropäischen demokratischen Revolution“. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich Slowenien heute in einer Phase der politischen Orientierungslosigkeit befindet, was die Gründe dafür sein könnten und welche demokratische Wege aus dieser Situation dem politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Slowenien heute zur Verfügung stehen.
Moderation: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
In Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft München
Prof. Dr. Rado Riha ist Leiter des Instituts für Philosophie des Wissenschaftlichen Forschungszentrums der Slowenischen Akademie der Kunst und Wissenschaften in Ljubljana und Professor für Philosophie an der Universität Nova Gorica.
Forschungsgebiete: Philosophie I. Kants, gegenwärtige französische Philosophie, Psychoanalyse.
Auf Deutsch verfügbare Publikationen: Reale Geschehnisse der Freiheit (1993); Politik der Wahrheit (1997), zusammen mit J. Rancière, A. Badiou, J. Šumič: Handeln „ob ich gleich nichts anderes wollte“. Kants praktische Philosophie als Theorie des subjektivierenden Handelns (2011).
Vortrag und Diskussion
Dr. des. Stephanie Neu (Hamburg):
"Erinnerungskulturen: Die slowenisch-italienische Grenze und Istrien im Fokus von Roman und Dokumentarfilm"
Dienstag, 22.05.2012, 19.00, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg
Beschreibung: In kaum einer anderen Grenzregion am Übergang zwischen West- und Osteuropa haben die politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sich so sichtbar und nachhaltig ausgewirkt wie in Istrien. Davon zeugt nicht zuletzt die aktuelle Grenzziehung auf der Halbinsel, kann man dort doch innerhalb weniger Stunden durch Slowenien, Italien und Kroatien reisen. Diese Grenzen bestimmten über Jahrzehnte hinweg nicht nur die politische und geographische, sondern auch die biographische „Landkarte“ vieler Einwohner Istriens, egal welcher Muttersprache. Ihren Niederschlag fanden die Grenz-Erfahrungen sowohl in fiktionalen Werken, also in Romanen und Spielfilmen, als auch in faktualen, z. B. Autobiographien und Dokumentarfilmen – wobei eine Trennung zwischen „Fakten“ und „Fiktion“ nicht immer eindeutig festzumachen ist, denn die Filmemacher und Autoren überschreiten häufig auch diese Grenze, wenn sie ihre eigenen Erinnerungen oder die ihrer Figuren schildern.
Das vollständige Abstract zum Vortrag kann hier abgerufen werden.
Dr. des. Stephanie Neu ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg. Sie ist dort u.a. als Koordinatorin des Interdisziplinären Centrums für Narratologie und als Mitbetreuerin der eLearning-Plattform AGORA tätig sowie als Lehrbeauftragte am Institut für Romanistik. 2011 wurde sie mit einer narratologisch-diskurstheoretischen Arbeit zum heroisch-komischen Epos La secchia rapita [„Der geraubte Eimer“] des Barockdichters Alessandro Tassoni promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben epischer Dichtung der zeitgenössische Kriminalroman sowie das Verhältnis von fiktionalem und faktualem Erzählen. Im Wintersemester 2011/12 organisierte sie zusammen mit Monika Pemič an der Universität Hamburg die Ringvorlesung „Grenzverläufe: Italien und Slowenien im Dialog“.
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