Slowenischer Lesesaal Regensburg
Archiv
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© 2014 Slowenischer Lesesaal Regensburg

Vortrag mit Diskussion (München)

Prof. Dr. Marija Stanonik (Ljubljana):

"Slovenski pregovori. Zgodovina slovenskih pregovorov in priprave za njihovo znanstveno objavo"

["Slowenische Sprichwörter. Geschichte slowenischer Sprichwörter und ihrer Vorbereitung auf wissenschaftliche Veröffentlichung"]

(in slowenischer Sprache)

Samstag, 23. Juni 2012 um 18:00 Uhr. Slowenisch-Katholische Mission, Liebigstr.10 - 80538 München.

Prof. Dr. Marija Stanonik ist slowenische Literaturhistorikerin, Ethnologin und Professorin für slowenische Literatur. Seit 1974 arbeitet sie am Institut für Ethnologie am ZRC SAZU in Ljubljana. 1994 wurde sie in dessen wissenschaftlichen Rat gewählt, seit 1995 lehrt sie an den Universitäten Ljubljana und Maribor. 2008 wurde sie als Professorin berufen. In diesem Jahr promovierte sie an der theologischen Fakultät zum Thema "Theologie des Wortes". Forschungsbereiche von Prof. Stanonik: Sammlung und Veröffentlichung literarischer Folklore, volkstümliche Mythologie, Literatur während des Zweiten Weltkrieges.

Veranstaltet von der Bayerisch-Slowenischen Gesellschaft e.V.

Ausstellung (Štanjel – Slowenien)

Maria Maier: Fotografie und Malerei

05. bis 26. August 2012
Vernissage am 05. August  2012 um 16.00 Uhr

Maria Maier, geb. 1954 in Amberg/ D, studierte u. a. Kunsterziehung und Kunstgeschichte. Nach mehreren Jahren Lehrtätigkeit, ist sie seit 1992 freischaffende Künstlerin. Zahlreiche Studienreisen mit Arbeitsaufenthalten in Asien, Amerika, Afrika und Europa prägen ihr Werk. Sie lebt und arbeitet in Köfering und Regensburg. In ihrer langjährigen Ausstellungstätigkeit kann sie zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Museen, Kunstvereinen und Galerien im In- und Ausland vorweisen. Ihre letzten Stationen waren u.a. New York, Paris, Moskau und Wien. Ihre Werke befinden sich in vielen bedeutenden Sammlungen und auch im öffentlichen Raum. 2005 erhielt sie das Stipendium Virginia Center for the Creative Arts, USA und 2011 das Stipendium Tyrone Guthrie Centre, Irland.

Künstleraustausch Bayern – Slowenien Für die slowenische Kunst hat Bayern eine große Bedeutung. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war sie der Brennpunkt der europäischen Kunst und zog wie ein Magnet junge Kulturschaffende aus ganz Europa an. Damals lebten und wirkten dort auch einige bedeutende slowenische Maler, unter ihnen Anton Ažbe. Die fortschrittlichen Ideen und die freie Atmosphäre, die in München herrschte, bereicherte ihr schöpferisches Leben. Unter diesem Einfluss wurden auch in der slowenischen Malerei ganz neue Wege eingeschlagen. In München ist die Bayerisch-Slowenische Gesellschaft bestrebt, die Rolle von Ažbe und seiner Kunstschule in Fachkreisen und beim breiten Publikum wieder bewusst zu machen und seine Bedeutung zu festigen. Neben der Erinnerung des kulturgeschichtlichen Erbes, widmet sich die Gesellschaft vor allem dem aktuellen Kulturleben. Ein besonderes Augenmerk gilt den zeitgenössischen slowenischen und bayerischen Künstlern.

 

 

 

 

www.bayern-slowenien.de

Der Flyer ist hier abrufbar.

Lesung mit Gespräch

Lesung mit Gespräch: „Boris Pahor: Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts”, am 7. November 2012 bei Bücher Pustet in Regensburg

Der 99-jährige slowenische Schriftsteller und KZ-Überlebende Boris Pahor hat am 7. November 2012 aus seinem preisgekrönten Werk vorgelesen und anschließend mit der Moderatorin Prof. Dr. Dr. Tanja Zimmermann und dem Publikum über sein ereignisvolles Leben und das heutige Schicksal der Minderheiten in der EU diskutiert. Vor etwa 70 Zuschauern las Pahor einen Abschnitt aus „Parnik trobi nji“ (Erstausgabe 1964), auf Deutsch „Geheime Sprachgeschenke“ (2009) vor. Darin setzt er sich mit der Aufrechterhaltung der slowenischen Identität durch Sprache unter dem faschistischen Regime in Italien auseinander. Hierauf wurde auch die aktuelle Lage der Minderheiten innerhalb der EU besprochen. Jedes Buch Pahors ist zugleich ein Stück Autobiographie. „Mit seinem Leben lernt man nicht nur einen Ausschnitt aus der slowensichen Literatur kennen – sein Leben ist europäische Geschichte.“ (Mittelbayerische Zeitung, 9.11.2012) Prof. Dr. Ulf Brunnbauer (Regensburg) eröffnete die Lesung mit einem Grußwort. Übersetzt haben Urška P. Černe (Maribor) und Dr. Sabine Rutar (Jena/Regensburg). Die vom Slowenischen Lesesaal organisierte Veranstaltung wurde vom IOS und vom Lehrstuhl für Geschichte Südost- und Osteuropas finanziert und fand im Rahmen der Italienischen Kulturtage „Regensburg-Triest-Regensburg“ statt. Partner: Bücher Pustet, die Bayerisch-Slowenische Gesellschaft e.V., der Verlag Mohorjeva-Hermagoras, Treffpunkt Bibliothek, das Institut für Romanistik und die Universitätsbibliothek Regensburg.

 

Vortrag von Herrn Hans Kraft

Slovenska katoliška župnija München (Bayerisch-Slowenischer Kreis – München) ladet alle zum Vortrag von Herrn Hans Kraft "Geheimnisvoller Karst. Reichtum der Natur und des Kulturerbes. Park Škocjanske jame" ein. Die Veranstaltung findet  am Samstag, den 09. März 2013, um 18.00 Uhr in der Slowenischen Katholischen Pfarrei (Liebigstr. 10 – 80538 München) statt.

Nach dem Vortrag sind alle Gäste zu einer Diskussion beim slowenischen Wein eingeladen.

Hans Kraft war seit der Gründung des Nationalparks Berchtesgaden für die Forschung zuständig und leitete seit 18 Jahren die Karst-Grundwasserforschung. In Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei und der Bayerische-Slowenischen Gesellschaft betreute er zahlreiche Schüler- und Studenten- Projekte in Slowenien.

Seit 1998 hat er den Austausch von Studenten und Schülern die in Zusammenarbeit mit gleichaltrigen slowenischen Jugendlichen verschiedene Projekte  in Park Škocjan durchführten. Sein großes Anliegen war immer die Jugend für den Umweltschutz und den Erhalt der Natur zu begeistern.
Hans Kraft hat den Austausch von Musikschulen und gemeinsamen Konzerten gefördert. Wichtig waren auch der Informations-Austausch der Berchtesgadener Bauern und Jäger wegen der Problematik der Population von Bären und Wölfen.

Sein unermüdlicher Einsatz gilt der Umweltbildung, dem Schutz des Karstes und Erhaltung des  Alpenraumes.

Neuerwerbungen

Die Neuerwerbungsliste für den Slowenischen Lesesaal ist hier abrufbar. 

Das aktuell-politische Wochenmagazin Mladina kann auch online gelesen werden.

Wegen Sanierung bleibt der Slowenische Lesesaal zwischen dem 19.08.-8.09.2013 geschlossen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wegen Renovierungsarbeiten bleibt der Slowenische Lesesaal zwischen dem 19.08.-8.09.2013 geschlossen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Boris Pahor zum 100. Geburtstag

Der große Europäer und slowenische Schriftsteller Boris Pahor feiert am 26. August seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass wird er sowohl in Slowenien, als auch vonseiten der EU gewürdigt, durch Verleihung des diesjährigen European Citizen Awards. In Slowenien begannen die Feierlichkeiten zu seinen Ehren bereits im April mit der Veranstaltungsreihe „Pahoriana“. Auch die französische Presse würdigte seinen Geburtstag in „Le Monde“.

Boris Pahor war im November 2012 auf Einladung des Slowenischen Lesesaals auch in Regensburg zu Gast. Unter dem Motto „Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts“ hat er bei Bücher Pustet unter Mitwirkung des Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung und des Lehrstuhls für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Universität Regensburg aus seinem Werk vorgelesen.

Pahors umfangreiches Werk legt ein erschütterndes Zeitzeugnis über den Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus ab. Vor allem mit dem Roman "Nekropolis" (1967) wurde er international bekannt und anerkannt.

Neue Öffnungszeiten im September

Mo, Di: 9:00-14:00

Mi: 16,30-18,30

Do, Fr: 9:00-13.00

Slowenische Schriftstellerin Gabriela Babnik gewinnt Literaturpreis der EU

Die slowenische Schriftstellerin und Literaturkritikerin Gabriela Babnik gehört zu den zwölf Gewinnern des diesjährigen Literaturpreises der Europäischen Union. Ausgewählt wurde ihr Roman „Sušna doba“ (Trockenzeit) (2011), der über die ungewöhnliche Liebe zwischen einer 62 Jahre alten Designerin aus Zentraleuropa und einem 27-jährigen Afrikaner auf dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage in Zentralafrika berichtet. Gabriela Babnik schreibt regelmäßig Beiträge für die wichtigsten Zeitungen in Slowenien und hat bisher mehrere Romane veröffentlicht.

Der Literaturpreis der EU ist mit 5000 Euro dotiert und hat als Ziel, hervorragende Autoren jenseits der Nationalgrenzen ihrer Herkunftsländer zu fördern. Die diesjährigen GewinnerInnen wurden am 26. September auf der Buchmesse in Göteborg (Schweden) bekanntgemacht. Die Preisverleihung findet am 26. November in Brüssel statt.

Weitere Infos zum diesjährigen Literaturpreis der EU sind hier und hier abrufbar.

      

Einladung des Bayerisch-Slowenischen Kreises zum literarischen Abend in München

Literarischer Abend mit Iztok Osojnik, Barbara Korun, Tatiana T. Jamnik, Gasper Malej, Kristina Hocevar, Dejan Koban
(Slowenisch und teilweise mit deutscher Übersetzung)
Dienstag, den 12. November 2013 um 18.30 Uhr
Ort:
Slowenische Katholische Mission, Liebigstr. 10-80538 München

Iztok Osojnik (1951) ist Komparatist, Philosoph, Anthropologe, Dichter, Maler, Schriftsteller, Essayist, Übersetzer, Alpinist, Fremdenführer. Er veröffentlichte Gedichtbände, Romane und Essaysammlungen, die bereits in zwölf Sprachen übersetzt und mit mehreren Literaturpreisen geehrt worden sind.

Barbara Korun (1976) ist Lyrikerin und Essayistin. Ihre Gedichte wurden in 40 Anthologien in der ganzen Welt veröffentlicht. Für ihren neuesten Gedichtband Pridem takoj („Ich komme gleich“) erhielt sie 2011 die Auszeichnung Veronika für den besten Gedichtband des Jahres.

Tatjana T.Jamnik (1976) ist Lyrikerin, Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin. Für ihre Übersetzungen aus der polnischen und tschechischen Literatur erhielt sie 2009 eine Auszeichnung als beste junge Übersetzerin.

Gasper Malej (1975) ist Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber und hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht. Seine Übersetzungen aus der italienischen Literatur umfassen Prosa, Lyrik, Essays und Theorie. 2011 gewann er den „Goldenen Vogel“-Preis für die Übersetzung des Romans Nafta von Pier Paolo Pasolini (orig. Petrolio).

Kristina Hocevar (1977) ist Schriftstellerin; sie hat fünf Gedichtbände veröffentlicht, die bereits in mehreren Sprachen übersetzt worden sind.

Dejan Koban (1979) hat zusammen mit Veronika Dintinjana literarische Abende und das Festival Mlade rime organisiert. Sein Gedichtband Metulji pod pritiskom erschien im Selbstverlag.

Die Einladung zur Veranstaltung kann hier abgerufen werden.

Der Slowenische Lesesaal - geschlossen am 25.11.2013

Sehr geehrte Bibliotheksbesucher,

leider bleibt heute, am 25.11.2013, der Slowenische Lesesaal geschlossen; dafür ist er am 29.11.2013 zwischen 9,00-14,00 Uhr geöffnet.

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die IOS-Bibliothek.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Auszeichnung von Bachelor- Master- und Doktorarbeiten zum Thema "Slowenien"

Die Regierungsstelle für Slowenen im Ausland möchte die beste Bachelor-, Master- und Doktorarbeit zum Thema der Slowenen im Ausland bereits zum XII. Mal auszeichnen! Der Preis und das Wettbewerb sollen die Forschungsaktivitäten der Studierenden und DoktorandInnen fördern, die sich mit dem Bewusstsein und den Erhalt der slowenischen Identität innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen auseinandersetzen.

Die Frist für die Einreichung der Arbeiten wurde bis zum einschließlich 20. Dezember 2013 verlängert; die Arbeiten können auch in englischer Sprache eingereicht werden.

Die vollständige Ausschreibung in slowenischer Sprache kann hier abgerufen werden.

Verlängerte Öffnungszeiten vor Weihnachten

Liebe Bibliotheksbesucher,

kurz vor Weihnachten hat der Slowenische Lesesaal länger offen:
Mo, 16.12.: 9,00-14,00 Uhr
Di, 17.12.: 9,00-14,00 Uhr
Mi, 18.12.: 13,00-16,00 Uhr
Do, 19.12.: 15,00-18,00 Uhr
Fr, 20.12.: 9,00-12,00 Uhr

Zwischen dem 23.12.-7.01. bleibt der Slowenische Lesesaal geschlossen.

Frohe Feiertage!

Öffnungszeiten im Januar 2014

9.01. - 9,00 - 14,00 Uhr

10.01. - 9,00 - 14,00 Uhr

13.01. - 9,00 - 14,00 Uhr

14.01.- 9,00 - 14,00 Uhr

Ein frohes neues Jahr!

Votrag und Diskussion

Dr. des. Stephanie Neu (Hamburg):                   

"Erinnerungskulturen: Die slowenisch-italienische Grenze und Istrien im Fokus von Roman und Dokumentarfilm"

Dienstag, 22.05.2012, 19.00, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg

Beschreibung: In kaum einer anderen Grenzregion am Übergang zwischen West- und Osteuropa haben die politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts sich so sichtbar und nachhaltig ausgewirkt wie in Istrien. Davon zeugt nicht zuletzt die aktuelle Grenzziehung auf der Halbinsel, kann man dort doch innerhalb weniger Stunden durch Slowenien, Italien und Kroatien reisen. Diese Grenzen bestimmten über Jahrzehnte hinweg nicht nur die politische und geographische, sondern auch die biographische „Landkarte“ vieler Einwohner Istriens, egal welcher Muttersprache. Ihren Niederschlag fanden die Grenz-Erfahrungen sowohl in fiktionalen Werken, also in Romanen und Spielfilmen, als auch in faktualen, z. B. Autobiographien und Dokumentarfilmen – wobei eine Trennung zwischen „Fakten“ und „Fiktion“ nicht immer eindeutig festzumachen ist, denn die Filmemacher und Autoren überschreiten häufig auch diese Grenze, wenn sie ihre eigenen Erinnerungen oder die ihrer Figuren schildern.

Das vollständige Abstract zum Vortrag kann hier abgerufen werden.

Dr. des. Stephanie Neu ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Universität Hamburg. Sie ist dort u.a. als Koordinatorin des Interdisziplinären Centrums für Narratologie und als Mitbetreuerin der eLearning-Plattform AGORA tätig sowie als Lehrbeauftragte am Institut für Romanistik. 2011 wurde sie mit einer narratologisch-diskurstheoretischen Arbeit zum heroisch-komischen Epos La secchia rapita [„Der geraubte Eimer“] des Barockdichters Alessandro Tassoni promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben epischer Dichtung der zeitgenössische Kriminalroman sowie das Verhältnis von fiktionalem und faktualem Erzählen. Im Wintersemester 2011/12 organisierte sie zusammen mit Monika Pemič an der Universität Hamburg die Ringvorlesung „Grenzverläufe: Italien und Slowenien im Dialog“.

Im Fokus des Vortrags standen zwei Autoren, die unterschiedliche Perspektiven auf die Erinnerung an den 2. Weltkrieg in Istrien einnehmen: Marisa Madieri und Fulvio Tomizza. Marisa Madieri ist eine der ersten, die dieses Thema literarisch verarbeitet haben. Sie hat mit „Wassergrün“ ein tabubrechendes Buch verfasst, das emotionsbeladene Erinnerungsorte beschreibt. Fulvio Tomizza ist Botschafter eines Denkens, das nicht schubladisiert werden kann. Seine Werke präsentieren die geschichtlichen Konflikte aus der Perspektive aller Beteiligten und bauen die Stereotypen über Slawen und Italiener ab. Abschließend wurde festgestellt, dass die künstlerischen Erzählungen die Erinnerung an die historischen und politischen Ereignisse bewahren und erweitern, so dass die Geschehnisse auch für weitere Generationen verständlich werden.

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Vortrag

Prof. Dr. Rado Riha (Ljubljana):

"Slowenien heute - eine Phase politischer Orientierungslosigkeit?"

Montag, 07.05.2012, 19.00, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg

Beschreibung: In den späten 80er Jahren bildeten politische und gesellschaftliche Demokratisierungsprozesse in Slowenien einen festen Bestandteil der sog. „osteuropäischen demokratischen Revolution“. Der Vortrag geht der Frage nach, ob sich Slowenien heute in einer Phase der politischen Orientierungslosigkeit befindet, was die Gründe dafür sein könnten und welche demokratische Wege aus dieser Situation dem politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben in Slowenien heute zur Verfügung stehen. 

Moderation: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg

In Kooperation mit der Südosteuropa-Gesellschaft München

Prof. Dr. Rado Riha ist Leiter des Instituts für Philosophie des Wissenschaftlichen Forschungszentrums der Slowenischen Akademie der Kunst und Wissenschaften in Ljubljana und Professor für Philosophie an der Universität Nova Gorica.

Forschungsgebiete: Philosophie I. Kants, gegenwärtige  französische Philosophie, Psychoanalyse.

Auf  Deutsch verfügbare Publikationen: Reale Geschehnisse der Freiheit (1993); Politik der Wahrheit (1997), zusammen mit J. Rancière, A. Badiou, J. Šumič: Handeln „ob ich gleich nichts anderes wollte“. Kants praktische Philosophie als Theorie des subjektivierenden Handelns  (2011).

         

           

Im Kontext der Neuwahlen in Slowenien hat Rado Riha die Entwicklung Sloweniens vom „Wunderknaben“ zum „Sorgenkind“ innerhalb der EU analysiert. Der Vortrag war lösungsorientiert und verband auf originelle Weise Philosophie mit Politik. Als vorläufige Maßnahme für die finanzielle Konsolidierung wurde die Förderung der wirtschaftlichen Produktion zu Ungunsten des Bildungsbereichs diskutiert. Zum Schluss betonte Prof. Riha die Konsolidierung des politisch orientierten Handelns: Selbst denken im gemeinschaftlichen Denken, mit dem Ziel, den Sozialstaat in Europa neu zu erfinden. 

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Dienstag, 24.04.2012, 19.00 Uhr, Raum 017, WiOS, Landshuterstr. 4, 93047 Regensburg

Buchpräsentation:

Mitja Ferenc, Joachim Hösler (Hrsg.): Spurensuche in der Gottschee. Deutschsprachige Siedler in Slowenien. Potsdam: Deutsches Kulturforum östliches Europa e. V. 2011.

Begrüßung: Dr. Harald Roth, Deutsches Kulturforum östliches Europa

Podiumsdiskussion: Interpretationen des Zweiten Weltkriegs in Slowenien

Prof. Dr. Carl Bethke, Universität Tübingen

Prof. Dr. Joachim Hösler, Universität Marburg a.d. Lahn

Moderation: Dr. Sabine Rutar, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg

In Kooperation mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam

Der Flyer für die Veranstaltung ist hier abrufbar.

             

Informationen zum Sammelband

Die Geschichte der deutschsprachigen Minderheit in Slowenien wurde von den ersten historisch belegten Einsiedlern bis zum Exodus während des 2. Weltkrieges und dem anschließenden Überleben der Gemeinschaft in virtuellen Online-Foren dargestellt. Wichtige Konzepte und Begriffe wurden dabei problematisiert. Die provokativen Thesen entfachten eine feurige Diskussion mit den zahlreichen Zuhörern.

 

Vortrag Urska Krevs Birk (Universität Ljubljana)

Am 24. Januar 2012 referierte die Sprachwissenschaftlerin Dr. Urška Krevs Birk (Universität Ljubljana) zum Thema Deutsch und Slowenisch. Kontrastive und interkultu­relle Beziehungen eines mit­teleuropäischen Sprachen­paars an der Universität Regensburg.

Die Veranstaltung wurde von der Fakultät für Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften organisiert.

 

Maja Haderlap

Der Slowenische Lesesaal lud die Gewinnerin des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preises zur Lesung nach Regensburg ein. Die Lesung fand am 16. November 2011 in Kooperation mit Bücher Pustet statt.
Der Roman Engel des Vergessens erschien beim Verlag Wallstein.

Nachdem die  Autorin Maja Haderlap einige Kapitel aus ihrem Roman Engel des Vergessens vorgelesen hat, ergab sich eine kleine Diskussion, bei der sie dem begeisterten Publikum auch einige geschichtliche Zusammenhänge erläuterte. Somit genossen wir nicht nur einen schönen literarischen Abend, sondern erhielten auch Einblicke in die politischen Angelegenheiten der kärntner Slowenen.

Das Buch wird demnächst ins Slowenische übersetzt.

Gorazd Kocijančič

Lesung mit Gorazd Kocijančič

am 7.11.2011 
Buchhandlung
Dombrowsky in Regensburg

Gorazd Kocijančič, geboren 1964 in Ljubljana, ist Philosoph, Dichter und Übersetzer. Er hat drei philosophische Monografien veröffentlicht: Posredovanja. Uvod v krščansko filozofijo (Vermittlungen. Einführung in die christliche Philosophie, 1996), Tistim zunaj (Jenen da draußen, 2004) und Med Vzhodom in Zahodom. Štirje prispevki k ekstatiki (Zwischen Ost und West. Vier Beiträge zur Ekstatik, 2004) sowie drei Gedichtbände: Tvoja imena (Deine Namen, 2000), Trideset stopnic in naju ni (Dreißig Stufen und wir beide sind nicht da, 2005) und Certamen spirituale (2008). Er hat an der slowenischen Standardübersetzung der Heiligen Schrift mitgearbeitet. Für seine Übersetzung von Platons Gesamtwerk erhielt er den Sovre-Preis, für die philosophische Essaysammlung Tistim zunaj den Rožanc-Preis.

Zweisprachige Lesung: Deutsche Übersetzung liest Anja Utler
Moderation: Slavo Šerc

Aus der Zwischenablage am 04.11.2011 10:26 eingefügt.

Rolf Wörsdörfer, Historiker (Darmstadt)

Vortrag

Slowenische Deutschland-Wanderungen:
Von den
Vestfalski slovenci im Ruhrgebiet bis zur Gastarbeitermigration nach Bayern (1880-1973)

Dienstag, 25. Oktober 2011, 19:00 Uhr
Bibliothek im WiOS (Raum 017)
Landshuter Str.4
93047 Regensburg

Moderation: Ulf Brunnbauer

Veranstalter:
Zweigstelle Regensburg der Südosteuropa-Gesellschaft in Kooperation mit dem Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg.
Die Veranstaltung fand auch in der Reihe "Treffpunkt Bibliothek" statt.

Rolf Wörsdörfer, Jg. 1953, Dr. phil., ist Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt. Er studierte in Bonn und Bochum (Promotion 1987), war Stipendiat des DAAD in Florenz und des Deutschen Historischen Instituts in Rom, später dann Mitherausgeber einer deutschen Ausgabe der Schriften von Leo Trotzki. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt er sich mit dem italienisch-slowenisch-kroatischen Grenzraum und mit der Migrationsgeschichte der Alpen-Adria-Region. Er gehört zum internationalen Herausgeberkreis der Zeitschrift Dve domovini-Two Homelands (Ljubljana) und ist Korrespondent von Geschichte und Region – Storia e regione (Bozen).

Mehrjährige Forschungsprojekte der Volkswagen Stiftung und der Gerda Henkel Stiftung. Seit 2006 Lehraufträge und Lehrstuhlvertretungen in Basel, Bern, Göttingen, Luzern und Zürich.

Bücher:

Klientel oder Klasse? Arbeiterbewegung und Sozialisten in einer städtischen Gesellschaft Süditaliens, Frankfurt 1988;
Krisenherd Adria. Konstruktion und Artikulation des Nationalen im italienisch-jugoslawischen Grenzraum, Paderborn u.a. 2004;
Sozialgeschichte und soziale Bewegungen in Italien 1848-1998 (Hrsg., Essen 1998);
Sozialgeschichte und soziale Bewegungen in Slowenien (Hrsg. mit Sabine Rutar, Essen 2009.)

 

Beim Vortrag wurde besonders die wirtschaftlich motivierte Migration des 19. und 20. Jahrhunderts thematisiert. Bei der ersten Migrationswelle handelte es sich vor allem um die Wanderungen von Slowenen ins Ruhrgebiet (Steinkohlenbergbau), die zweite betraf die Migration nach 1968, die in Ingolstadt (Automobilindustrie) einen Grad an Konzentration erreichte, der in Deutschland so nirgends sonst erreicht wurde.

Es wurde auch verdeutlicht, dass es sich bei der Migration um einen mehrere Generationen umschließenden Vorgang handelt, der auch Rück- und Weiterwanderungen einschließt. Als Folge dessen entstanden zwischen den slowenischen Herkunftsregionen und den deutschen Migrationszielen Netzwerke, die zum Teil bis heute intakt geblieben sind.

 

Ifigenija Simonović, Künstlerin und Literatin (ljubljana)

Lesung und Gespräch

Vitomil Zupan: Gedichte aus dem Gefängnis / Gedichte in „Freiheit“
Begegnung mit der Herausgeberin

Donnerstag, 9. Juni 2011, 19:30 Uhr
Bibliothek im WiOS (Raum 017)
Landshuter Str.4
93047 Regensburg

 

Moderation: Sabine Rutar (Historikerin, Regensburg)

Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg

Ifigenija Simonović studierte Slavistik und Vergleichende Literaturwissenschaften in Ljubljana. Von 1978 bis 2003 lebte sie in London, wo sie 1985 eine Ausbildung zur Keramikerin abschloss. Neben der Töpferei und vielen anderen Tätigkeiten war sie auch Sprachlehrerin für Slowenisch. Seit 2003 lebt sie als Künstlerin, Literatin und Publizistin in Ljubljana. Sie schreibt Gedichte, Essays, Hörspiele und Kinderbücher; sie arbeitet als Übersetzerin, Malerin/Designerin und weiterhin auch als Keramikerin.
Ifigenija Simonović ist Schriftleiterin der Zeitschrift Ampak, Sekretärin des slowenischen PEN-Schriftstellerverbandes und Vorsitzende der slowenischen UNESCO-Kulturkommission.
Im Jahr 2009 erhielt sie den Rožanc-Preis (Rožančeva nagrada), der für die beste Essaysammlung vergeben wird. Prämiert wurde ihr Werk Konci in kraji (Orte, 1993-2009).

Am Abend sprach sie von ihrer Begegnung mit dem Schriftsteller Vitomil Zupan. Die Beschäftigung mit seinem Werk nahm in ihrem Leben einen bedeutenden Platz ein. Sie gewährte dem Publikum aber auch Einblicke in ihr Leben sowohl als Dichterin, als auch als bildende Künstlerin.

        

Urška P. Černe, Germanistin und Komparatistin (Ljubljana/Berlin)

Vortrag

Wie die Slowenen die Deutschen sehen und umgekehrt.
Ein Spaziergang durch die Selbst- und Fremdbilder in der Belletristik

Dienstag, 24. Mai 2011, 18:30 Uhr
Bibliothek imWiOS (Raum 017)
Landshuter Str. 4
93047 Regensburg

Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg

Aus der Zwischenablage am 17.02.2011 12:17 eingefügt.

Der Vortrag schöpfte aus der Mittlerrolle Urška Černes für beide Kulturen und veranschaulichte, wie unterschiedlich sich die Belletristikwelten in beiden Ländern jeweils drehen.

Urška Černe verglich anhand einiger Neuerscheinungen  Klischees und Stereotypen des jeweils Anderen. Sie zeigte auf, dass die deutschen Verlagslektoren bei Übersetzungen aus dem Slowenischen mehr Sprachgenauigkeit anstreben als es andersherum der Fall ist. 

„Es ist ein Unterschied, ob man einen Roman aus Buenos Aires oder einen aus München nach Slowenien bringt. Der Deutsche ist den Slowenen einerseits immer fremd geblieben, andererseits Teil ihrer Kultur gewesen.
U. P. Černe, Slowenien: Genügsame Freuden, tiefe Wirkung, Bücher, über die man spricht, Goethe-Institut-Magazin, Oktober 2009.

Veit Heinichen. Autor (Triest) / Brane Čop, Übersetzer (Deutsche Bibliothek CTK, Ljubljana)

Lesung und Gespräch

Slowenien und die Slowenen in den Kriminalromanen von Veit Heinichen
Lesung und Gespräch mit dem Autor und seinem slowenischen Übersetzer

5. April, 2011, 20:30 Uhr
Bücher Pustet
Gesandtenstraße 6-8
93047 Regensburg

Moderation: Sabine Rutar (Historikerin, Regensburg)

Eintritt: € 8,-/6,-

Anlässlich des Erscheinens des siebten Triest-Krimis „Keine Frage des Geschmacks“ (Zsolnay) und der Übersetzung des sechsten Falls von Proteo Laurenti ins Slowenische „Spokoj močnejšega“ / „Die Ruhe des Stärkeren“

Veranstaltet vom Südost-Institut, der Universitätsbibliothek Regensburg und Bücher Pustet Regensburg.

Mittelbayerische Zeitung, 7.April 2011

Aus der Zwischenablage am 17.02.2011 20:49 eingefügt.

 

 

Musik- und Poesieabend

Dienstag, 2. November 2010, 19.30 Uhr
Bibliothek im WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg

Barbara Korun, Taja Kramberger, Iztok Osojnik und der bekannte slowenische Songwriter Jani Kovačič
brachten ein Programm aus Dichtung und Musik auf die Bühne. In ihren ganz unterschiedlichen Ansätzen, der Offenheit und ästhetischen Kraft ihrer Werke, ihrer politischen und ethischen Reflektiertheit präsentieren sie einen Ausschnitt der Literaturlandschaft Sloweniens. Starke, lebendige Texte, vorgestellt im Original mit deutscher Übersetzung.

Moderation: Slavo Šerc

Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg

Lesung und Gespräch

Sonntag, 31. Oktober 2010, 18.30 Uhr
Bibliothek im WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg

Ilma Rakusa: "Mehr Meer"

Ilma Rakusa , Tochter eines Slowenen und einer Ungarin, lebt in Zürich. Sie arbeitet an der Universität Zürich und schreibt für die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Die Zeit“.

Für ihr Werk „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“ (Literaturverlag Droschl, 2009) erhielt sie den Schweizer Buchpreis. In ihrem Roman erstehen die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts im prismatischen Blick einer außergewöhnlichen Schriftstellerin, die wie wenige in und zwischen verschiedenen Kulturen lebt.


Die Lesung fand in deutscher Sprache statt.

Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg, in Kooperation mit der donumenta.
Eintritt: 4 € / 6 €

 

 

 

 

 

Lesung und Gespräch

Dienstag, 26. Oktober 2010, 20 Uhr,
Bibliothek des WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg


Drago Jančar: " Der Baum ohne Namen "

Drago Jančar ist einer der bekanntesten zeitgenössischen slowenischen Autoren mit einem umfangreichen literarischen Werk; seine Romane, Essays und Stücke wurden in viele Sprachen übersetzt. Geboren 1948 in Maribor, studierte er Jura, war PEN-Präsident und hat sich mit seiner publizistischen Tätigkeit gegen die ehemalige jugoslawische Regierung gestellt. Heute lebt er in Ljubljana und ist weiterhin politisch-publizistisch tätig. 1993 erhielt Jančar den Prešeren-Preis, 1994 den Europäischen Preis für Kurzprosa, 2007 den „Jean-Améry-Preis für Essayistik “. 1998 wurde Rauschen im Kopf als bester slowenischer Roman des Jahres mit dem kresnik-Preis ausgezeichnet.
(Folio Verlag Wien)

Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg

 

 

 

 

Lesung und Gespräch

Dienstag, 6. Juli 2010, 19:30 Uhr,
Bibliothek des WIOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg


Primož Čučnik (*1971) gehört zu den wichtigsten jungen Dichterstimmen Sloweniens. Von seinen bislang fünf Gedichtbänden wurden drei mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er arbeitet als Literaturkritiker, Übersetzer, Redakteur und Verleger.

Moderation und Übersetzung: Slavo Šerc

Veranstalter: Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg.

 

Runder Tisch

„Wo das Slowenische endet und das Kroatische beginnt: Die slowenisch-kroatische Grenze“

Freitag, 11. Juni 2010, 20:00 Uhr,
Bibliothek im WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg

Podiumsdiskussion mit
Tomislav Maršić (Politologe, Oxford/Berlin)
Tomislav Pintarić (Jurist, Regensburg)
Marko Zajc (Historiker, Ljubljana)

Moderation: Sabine Rutar (Historikerin, Regensburg)

Veranstalter: Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg

Vortrag

Prof. Dr. Marija Bidovec (Universität La Sapienza in Rom):

"Johann Weichard von Valvasor (1641-1693)
Ein Protagonist der Wissenschaftsrevolution der Frühen Neuzeit"

Dienstag, 13. April 2010, 18:00 Uhr,
Bibliothek im WIOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg

Die Bayerisch-Slowenische Gesellschaft lud im Anschluss an den Vortrag zu einem kleinen Umtrunk ein.
Veranstalter: Südost-Institut und Universitätsbibliothek Regensburg in Kooperation mit der Slowenisch-Bayerischen Gesellschaft.

Vortrag und Film

Bernd Buder, Filmjournalist (Berlin): "Bosnische Nachbarn? Selbst- und Fremdwahrnehmungen im zeitgenössischen slowenischen Film"

Dienstag, 30. März 2010, 18:00 Uhr,
Bibliothek im WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg


Wie sehen slowenische Filmemacher das Verhältnis der Slowenen zu bosnischen Migranten? Welche gesellschaftlichen Selbstbilder werden dabei thematisiert, und wie brechen sich diese an den Wahrnehmungen der bosnischen Nachbarn?
Vortrag mit Filmbeispielen, anschl. Filmvorführung: "Kajmak in marmelada".
Eintritt: 4 € / 6 €


Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg.

            

"Kajmak in marmelada" (2003),
slowenisch mit englischen Untertiteln

Vortrag

Dr. Matteo Colombi (GWZO Leipzig): "Das Meer! Das Meer! Slowenische und italienische Literatur, Triest und die politische Sehnsucht"

Montag, 9. November 2009, 19:00 Uhr
Bibliothek im WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg


Der Streit der Nationen und Nationalismen um Triest betrifft nicht nur die Stadt, sondern auch ihr Meer: "mare italiano" in "Trieste italianissima" oder "slovensko morje", denn "Trst je naš"? Die Literatur knüpft an den politischen Diskurs an, wie man bei Autoren wie Scipio Slataper (Il mio Carso, 1912) und Srečko Kosovel (Ekstaza smrti, Anfang der 1920er) lesen kann. Ihre Symbolisierung des Meers veranschaulicht die utopische sowie die apokalyptische Seite des Politischen: nicht nur nüchterne Kunst des Möglichen sondern auch Sehnsucht nach und Angst vor endgültigen Lösungen der Widersprüche der Wirklichkeit.

Musik: Vasja Legiša (Triest/München), Violoncello


 

Eine Veranstaltung im Rahmen von "Deutschland liest"
Mitveranstalter: Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg mit freundlicher Unterstützung des slowenischen Ministeriums für Äußeres