Sonntag, 31. Oktober 2010, 18:30 Uhr,
Bibliothek des WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg
Ilma Rakusa
Ilma Rakusa, Tochter eines Slowenen und einer Ungarin, lebt in Zürich. Sie arbeitet an der Universität Zürich und schreibt für die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Die Zeit“. Für ihr Werk „Mehr Meer. Erinnerungspassagen“ (Literaturverlag Droschl, 2009) erhielt sie den Schweizer Buchpreis. In ihrem Roman erstehen die 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts im prismatischen Blick einer außergewöhnlichen Schriftstellerin, die wie wenige in und zwischen verschiedenen Kulturen lebt. Die Lesung findet in deutscher Sprache statt.
Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg, in Kooperation mit der donumenta (www.donumenta.de). Eintritt: 4 € / 6 €
Dienstag, 30. März 2010, 18:00 Uhr,
Bibliothek des WiOS (Raum 017),
Landshuter Str. 4, 93047 Regensburg
Bernd Buder, Filmjournalist (Berlin):
"Bosnische Nachbarn? Selbst- und Fremdwahrnehmungen im zeitgenössischen slowenischen Film"
Wie sehen slowenische Filmemacher das Verhältnis der Slowenen zu bosnischen Migranten? Welche gesellschaftlichen Selbstbilder werden dabei thematisiert, und wie brechen sich diese an den Wahrnehmungen der bosnischen Nachbarn?
Vortrag mit Filmbeispielen, anschl. Filmvorführung:

"Kajmak in marmelada" (2003),
slowenisch mit englischen Untertiteln
Veranstaltet vom Südost-Institut und der Universitätsbibliothek Regensburg.
Montag, 9. November 2009, 19.00 Uhr
im Slowenischen Lesesaal
Dr. Matteo Colombi (GWZO Leipzig):
"Das Meer! Das Meer! Slowenische und italienische Literatur, Triest und die politische Sehnsucht"
Der Streit der Nationen und Nationalismen um Triest betrifft nicht nur die Stadt sondern auch ihr Meer: "mare italiano" in "Trieste italianissima" oder "slovensko morje", denn "Trst je naš"? Die Literatur knüpft an den politischen Diskurs an, wie man bei Autoren wie Scipio Slataper (Il mio Carso, 1912) und Srečko Kosovel (Ekstaza smrti, Anfang der 1920er) lesen kann. Ihre Symbolisierung des Meers veranschaulicht die utopische sowie die apokalyptische Seite des Politischen: nicht nur nüchterne Kunst des Möglichen sondern auch Sehnsucht nach und Angst vor endgültigen Lösungen der Widersprüche der Wirklichkeit.
Musik: Vasja Legiša (Triest/München), Violoncello
Eine Veranstaltung im Rahmen von "Deutschland liest"
Mitveranstalter: Südosteuropa-Gesellschaft, Zweigstelle Regensburg
Mit freundlicher Unterstützung des slowenischen Ministeriums für Äußeres